Freie Apothekerschaft wehrt sich gegen Kassenbonpflicht.

Die Mitglieder der Freien Apothekerschaft wehren sich dagegen, mit Steuerbetrügern in einen Topf geworfen zu werden!

Reinhard Rokitta, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes, ist äußerst ungehalten: „Die Belegausgabepflicht – im Volksmund auch Kassenbonpflicht – ab dem 1.1.2020 ist ein Bürokratie- und Kostenmonster für kleine und mittelständische Betriebe mit Kundenverkehr, insbesondere auch für die ca. 19.000 Apotheken, die mit ihren elektronischen Kassen bereits finanzamtstechnisch komplett gläsern sind und den Finanzbeamten alle Möglichkeiten bieten, den Betrieb „Apotheke“ bis ins Kleinste zu durchleuchten. So ist es auch bei den meisten Einzelhandelsgeschäften. Insofern möge Herr Scholz bitte veröffentlichen, in welchen Bereichen der „Milliardenbetrug“ hauptsächlich zu finden ist.“

Solange es keine Pflicht zur elektronischen Kasse gibt, sind die Unternehmen, die per Gesetz eine elektronische Kasse im Einsatz haben müssen, deutlich benachteiligt gegenüber den Betrieben mit offener Ladenkasse. Dem Vorstand der Freien Apothekerschaft ist unerklärlich, warum eine Registrierkassenpflicht mit bundeseinheitlicher Zertifizierung für alle betreffenden Unternehmen nicht eingeführt wurde.

Rokitta resümiert: „Die politische Entscheidung in Koalitionsverhandlungen zugunsten einer Belegausgabepflicht ist über 3 Jahre her. In dieser Zeit haben sich einige Parameter nicht nur hinsichtlich Ressourcen verändert. Da muss es auch für verantwortungsbewusste Politiker möglich sein, Entscheidungen zu revidieren. In den Koalitionsverhandlungen 2018 hatte man sich auch zum Versandverbot verschreibungspflichtiger Arzneimittel bekannt. Daraus ist bis heute nichts geworden.“

Die Freie Apothekerschaft reicht in den nächsten Tagen eine Petition gegen die Belegausgabepflicht beim Bundestag ein und hofft auf die Unterstützung des gesamten Handels.

Links:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/12/23/scholz-verteidigt-bonflicht-und-warnt-vor-milliardenbetrug

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